Im Liquor, der Flüssigkeit um Gehirn und Rückenmark, liegt mehr ungebundenes Magnesium vor als im Blutplasma. Dieser Abstand hält sich, auch wenn der Wert im Blut innerhalb seiner üblichen Spanne wandert. Cobaltitello sammelt, was dazu beschrieben ist, und stellt die eine Formulierung daneben, die in der Europäischen Union für Magnesium und das Nervensystem freigegeben wurde.
Weiter zur langen FassungIn den Hohlräumen des Gehirns hängt ein stark durchblutetes Gewebe, das Aderngeflecht. Seine oberste Zellschicht ist an den Rändern dicht verkittet, sodass zwischen den Zellen hindurch nichts in die Flüssigkeit gelangt. Was dort ankommt, hat vorher den Weg durch das Innere dieser Zellen genommen.
Legt man den ungebundenen Anteil im Liquor neben den im Blutplasma, liegt der erste nach den veröffentlichten Reihen etwa anderthalbmal so hoch. Wandert der Blutwert innerhalb seiner gewöhnlichen Spanne, folgt der Liquorwert dieser Bewegung nur gedämpft. Die Fachliteratur spricht deshalb von einem eigenständig geführten Raum.
Von all dem taucht im europäischen Recht nichts auf. Dort steht ein Satz, geprüft und in eine Liste aufgenommen, und dieser Satz gilt genau so, wie er dort hinterlegt ist:
„Magnesium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei“
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012, Eintrag 242 der Unionsliste.
Flüssigkeit, die Gehirn und Rückenmark umspült, entsteht nicht durch einfaches Durchsickern von Blut. Sie wird gebildet, und zwar an einer Stelle, die in der Anatomie einen eigenen Namen trägt. Diese Bildung ist der Grund dafür, dass sich der Inhalt beider Räume unterscheidet — nicht nur bei Magnesium, aber bei diesem Ion besonders deutlich.
Die Deckschicht des Aderngeflechts bildet an ihren Berührungsflächen dichte Verschlüsse aus. Damit fällt der bequeme Weg weg, den gelöste Teilchen in vielen anderen Geweben nehmen: der Spalt zwischen zwei Nachbarzellen. Übrig bleibt der Weg quer durch das Zellinnere, und der setzt auf jeder Seite der Zelle eigene Membranproteine voraus. Weil die Zelle diese Ausstattung selbst herstellt, bestimmt sie mit, wie viel auf der anderen Seite ankommt.
Aus der Zahl im Liquor lässt sich die Zahl im Blut nicht zurückrechnen und umgekehrt ebenso wenig. Genau das ist die Beobachtung, die in der Fachliteratur festgehalten wird: Zwei Räume, die durch eine Zellschicht getrennt sind, führen unterschiedliche Werte, und der eine folgt dem anderen nur abgeschwächt. Für den Alltag bedeutet das vor allem Zurückhaltung gegenüber einzelnen Laborzahlen, gleich aus welchem der beiden Räume sie stammen.
Alles bisher Genannte — Aderngeflecht, Deckschicht, Membranproteine, Zahlenverhältnis — stammt aus physiologischen Übersichtsarbeiten. Keiner dieser Begriffe kommt in der zugelassenen Formulierung vor, und keiner von ihnen darf als eigene Aussage über ein Lebensmittel gelesen werden. Der freigegebene Text lautet unverändert:
„Magnesium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei“
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012.
Das Wort normal grenzt die Aussage nach oben ab. Gemeint ist der Ablauf, wie ihn die Physiologie bei Erwachsenen ohne besondere Vorgeschichte beschreibt. Eine Steigerung darüber hinaus ist damit nicht gesagt, und der Satz nennt auch keinen Zustand, der erst herzustellen wäre.
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Was hier steht, ersetzt keine Untersuchung. Ein Text kennt keine Messwerte, keine Vorgeschichte und keine Arzneimittelliste, und die Einordnung einer persönlichen Lage setzt genau das voraus. Bei körperlichen Veränderungen, bei laufender Medikation sowie in Schwangerschaft und Stillzeit ist eine ärztliche Praxis oder eine Apotheke die Stelle, an die solche Fragen gehören.
Ein Nahrungsergänzungsmittel tritt neben eine abwechslungsreiche Kost und nicht an ihre Stelle. Was die Packung für einen Tag angibt, markiert das Maximum, und solche Erzeugnisse gehören dorthin, wo Kinder sie nicht erreichen.
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